FaGe Lohn Schweiz: Was verdient eine Fachfrau Gesundheit?
Die Fachfrau Gesundheit (FaGe) beziehungsweise der Fachmann Gesundheit gehört zu den am häufigsten gewählten Berufslehren im Schweizer Gesundheitswesen. FaGe arbeiten in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie bei Spitex-Organisationen und übernehmen sowohl pflegerische als auch betreuende Aufgaben. Die dreijährige Lehre schliesst mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) ab. Der Lohn variiert je nach Arbeitgeber, Region und zusätzlicher Erfahrung oder Weiterbildung.
Lohn nach Erfahrung
Die Lohnentwicklung von FaGe verläuft ähnlich wie bei anderen EFZ-Berufen im Gesundheitswesen: ein spürbarer, aber nicht sprunghafter Anstieg mit den Berufsjahren. Gemäss Lohnstrukturerhebungen des Bundes bewegen sich die Löhne in dieser Grössenordnung:
| Erfahrungsstufe | Monatslohn (brutto, 13 Monatslöhne) |
|---|---|
| Berufseinsteigerin (direkt nach der Lehre) | CHF 4’200 – CHF 4’700 |
| 3–7 Jahre Berufserfahrung | CHF 4’800 – CHF 5’400 |
| Erfahrene Fachkraft (8+ Jahre) | CHF 5’300 – CHF 6’000 |
| Mit Zusatzverantwortung (z. B. Teamkoordination) | CHF 5’800 – CHF 6’500 |
Der Medianlohn einer FaGe mit einigen Jahren Erfahrung liegt üblicherweise zwischen CHF 5’000 und CHF 5’600 brutto pro Monat. Nacht-, Wochenend- und Feiertagszulagen, die in Pflegeheimen und Spitälern üblich sind, können das effektive Einkommen zusätzlich erhöhen.
Lohn nach Kanton/Region
Die Löhne im Gesundheitswesen unterscheiden sich regional teils deutlich, unter anderem weil viele Institutionen öffentlich-rechtlich organisiert sind und sich an kantonalen Lohnsystemen orientieren. In Zürich, Genf und Basel liegen die Löhne tendenziell über dem nationalen Durchschnitt, oft um 8 bis 12 Prozent. In Bern und der Zentralschweiz bewegen sich die Löhne meist im mittleren Bereich. In ländlicheren Kantonen wie Wallis, Jura oder Teilen der Ostschweiz sind die Löhne häufig etwas tiefer, wobei der Fachkräftemangel im Pflegebereich in vielen Regionen zu einer Angleichung der Lohnniveaus beiträgt.
Lohn und Gesamtarbeitsvertrag im Gesundheits- und Sozialbereich
Im Unterschied zu vielen anderen Berufen gibt es für FaGe keinen einzigen landesweiten GAV, dafür aber zahlreiche kantonale und institutionelle Gesamtarbeitsverträge, etwa für öffentliche Spitäler oder für Alters- und Pflegeheime, teilweise unter Beteiligung von Verbänden wie Curaviva. Diese Verträge regeln unter anderem Lohnbänder nach Funktionsstufe, Nachtzulagen, Ferienansprüche und Anstellungsbedingungen. Wer bei einer Spitex-Organisation oder einem privaten Pflegeanbieter arbeitet, sollte prüfen, ob und welcher institutionelle GAV zur Anwendung kommt, da sich die Lohnbedingungen zwischen den Anbietern spürbar unterscheiden können.
Wie kann ich mein Gehalt als FaGe verhandeln?
In Institutionen mit klar definierten Lohnbändern ist der individuelle Verhandlungsspielraum oft begrenzt, dennoch lohnt sich die Prüfung der eigenen Einstufung: Zusätzliche Erfahrung, Weiterbildungen oder Spezialisierungen, etwa im Bereich Wundmanagement oder Palliative Care, können zu einer höheren Lohnstufe führen. Auch die Bereitschaft, Nacht- oder Wochenenddienste zu übernehmen, wirkt sich über entsprechende Zulagen positiv auf das Gesamteinkommen aus.
Bei privaten Arbeitgebern ohne festes Lohnband ist die individuelle Verhandlung wichtiger. Hier hilft ein Vergleich mit den Lohnbändern öffentlicher Institutionen in der Region als Referenzgrösse. Wer langfristig ein höheres Lohnniveau anstrebt, sollte zudem eine Weiterbildung zur Pflegefachperson HF in Betracht ziehen, die deutlich höhere Löhne ermöglicht.
Häufig gestellte Fragen zum FaGe-Lohn
Wie viel verdient eine FaGe direkt nach der Lehre?
Der Einstiegslohn liegt üblicherweise zwischen CHF 4’200 und CHF 4’700 brutto pro Monat.
Wie viel verdient eine erfahrene FaGe?
Mit mehreren Jahren Erfahrung bewegen sich die Löhne häufig zwischen CHF 5’300 und CHF 6’000 brutto pro Monat.
Gibt es einen einheitlichen GAV für FaGe in der Schweiz?
Nein, es gibt keinen landesweiten einheitlichen GAV. Stattdessen gelten häufig kantonale oder institutionelle Gesamtarbeitsverträge, insbesondere im öffentlichen Spital- und Pflegeheimbereich.
Verdient man im Spital mehr als bei der Spitex?
Das kann je nach Institution und kantonalem Lohnsystem variieren; öffentliche Spitäler bieten oft transparentere Lohnbänder, während bei privaten Spitex-Organisationen individuelle Vereinbarungen häufiger sind.
Wie stark unterscheidet sich der Lohn je nach Kanton?
In Zürich, Genf und Basel liegen die Löhne meist über dem Landesdurchschnitt, während sie in ländlicheren Kantonen tendenziell tiefer ausfallen.
Wirken sich Nacht- und Wochenendzulagen spürbar auf den Lohn aus?
Ja, insbesondere in Pflegeheimen und Spitälern können diese Zulagen das monatliche Einkommen deutlich erhöhen.
Lohnt sich eine Weiterbildung zur Pflegefachperson HF finanziell?
Ja, der Wechsel in die Pflegefachperson-HF-Ausbildung führt in der Regel zu einem deutlich höheren Lohnniveau als der reine FaGe-Abschluss.
Welche Spezialisierungen wirken sich positiv auf den FaGe-Lohn aus?
Zusatzqualifikationen in Bereichen wie Wundmanagement, Palliative Care oder Langzeitpflege werden von Arbeitgebern häufig mit einer höheren Lohnstufe honoriert.
Wie kann ich meinen Lohn als FaGe verhandeln, wenn ein festes Lohnband gilt?
In diesem Fall lohnt sich vor allem die Prüfung der Einstufungskriterien: Erfahrung, Weiterbildung und Zusatzverantwortung können zu einer höheren Lohnklasse führen.
Trägt der Fachkräftemangel im Pflegebereich zu höheren Löhnen bei?
In vielen Regionen ja, da der anhaltende Fachkräftemangel den Druck auf Arbeitgeber erhöht, konkurrenzfähige Löhne und Arbeitsbedingungen anzubieten.
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