Lohnrechner Schweiz: Brutto-Netto-Rechner
Der Lohnrechner Schweiz berechnet aus einem Bruttolohn den ungefähren Nettolohn – inklusive der wichtigsten Abzüge (AHV/IV/EO, ALV, NBU, BVG). Er funktioniert direkt im Browser, ohne dass Eingaben irgendwohin übertragen werden, und eignet sich sowohl für den klassischen Brutto-Netto-Vergleich als auch für die Umrechnung von Stundenlöhnen oder Teilzeitpensen.
| Bruttolohn (aktuelles Pensum) | – |
| AHV / IV / EO (5.3%) | – |
| ALV (1.1%) | – |
| NBU | – |
| BVG (Pensionskasse) | – |
| Nettolohn pro Monat | – |
| Nettolohn pro Jahr | – |
Richtwerte auf Basis der ordentlichen Sozialversicherungssätze. Ersetzt keine Lohnabrechnung und keine Steuer- oder Rechtsberatung. Quellensteuer ist nicht eingerechnet – siehe Hinweis weiter unten.
Was wird vom Bruttolohn abgezogen?
In der Schweiz werden vom Bruttolohn mehrere Sozialversicherungsbeiträge abgezogen, bevor der Nettolohn ausbezahlt wird. Die wichtigsten sind AHV/IV/EO, die Arbeitslosenversicherung (ALV), die Nichtberufsunfallversicherung (NBU) und die berufliche Vorsorge (BVG). Je nach Anstellungsverhältnis kommen weitere Positionen wie Quellensteuer oder freiwillige Abzüge (Krankentaggeld, Gewerkschaftsbeiträge) hinzu, die dieser Rechner bewusst nicht pauschal einrechnet, da sie stark vom Einzelfall abhängen.
AHV/IV/EO – die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
AHV, IV und EO werden gemeinsam erhoben und belaufen sich für Arbeitnehmende auf 5.3% des Bruttolohns, unabhängig von der Lohnhöhe. Der Arbeitgeber entrichtet denselben Anteil zusätzlich. Es gibt keine Beitragsobergrenze – AHV/IV/EO wird auf dem gesamten Lohn erhoben.
ALV – Arbeitslosenversicherung
Die Arbeitslosenversicherung finanziert die Leistungen bei Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Insolvenz des Arbeitgebers. Der Arbeitnehmerbeitrag liegt bei 1.1% des Bruttolohns.
NBU – Nichtberufsunfallversicherung
Wer mindestens acht Stunden pro Woche bei einem Arbeitgeber angestellt ist, ist automatisch gegen Nichtberufsunfälle versichert. Der Arbeitnehmeranteil variiert je nach Unfallversicherer und Branche meist zwischen rund 0.5% und 2% – im Rechner lässt sich dieser Satz deshalb anpassen.
BVG – berufliche Vorsorge (Pensionskasse)
Die berufliche Vorsorge ist obligatorisch, sobald ein Jahreslohn von aktuell CHF 22’680 überschritten wird. Der Beitrag wird nicht auf den vollen Lohn erhoben, sondern auf den sogenannten koordinierten Lohn – dem Jahreslohn abzüglich eines Koordinationsabzugs von aktuell CHF 26’460, begrenzt nach oben auf einen versicherten Höchstlohn. Die Beitragshöhe steigt mit dem Alter in vier Stufen, da ältere Arbeitnehmende näher an der Pensionierung stehen und mehr Kapital ansparen müssen:
| Altersgruppe | BVG-Satz gesamt | Arbeitnehmeranteil (Richtwert 50%) |
|---|---|---|
| 25–34 Jahre | 7.0% | 3.5% |
| 35–44 Jahre | 10.0% | 5.0% |
| 45–54 Jahre | 15.0% | 7.5% |
| 55–65 Jahre | 18.0% | 9.0% |
Viele Pensionskassen bieten überobligatorische Leistungen an und weichen von diesen gesetzlichen Minimalsätzen ab – die effektiven Abzüge auf der eigenen Lohnabrechnung können daher höher ausfallen als hier berechnet.
Teilzeit-Umrechnung: Vom 100%-Lohn zum effektiven Pensum
Stellenanzeigen und Lohnvergleiche geben Löhne praktisch immer auf ein 100%-Pensum bezogen an. Wer Teilzeit arbeitet, muss den Lohn entsprechend anteilig umrechnen. Bei einem Bruttolohn von CHF 6’000 auf 100% und einem Pensum von 80% ergibt sich ein Bruttolohn von CHF 4’800 (6’000 × 0.8). Der Lohnrechner übernimmt diese Umrechnung automatisch über den Pensum-Regler und berechnet die Abzüge direkt auf dem tatsächlichen Bruttolohn beim gewählten Pensum – inklusive der Auswirkung auf den BVG-Schwellenwert, der bei kleineren Pensen unter Umständen gar nicht erreicht wird.
Stundenlohn in Monatslohn umrechnen
Bei Stundenlöhnen – etwa auf Abruf, bei Praktika oder in Branchen mit unregelmässiger Arbeitszeit – lässt sich der Monatslohn näherungsweise über die wöchentliche Arbeitszeit hochrechnen. Der Rechner verwendet dafür den Faktor 4.33 (durchschnittliche Anzahl Wochen pro Monat) multipliziert mit der eingegebenen Wochenarbeitszeit. Bei stark schwankenden Arbeitspensen ist dieser Wert nur ein Näherungswert – der effektive Monatslohn hängt von den tatsächlich geleisteten Stunden ab.
Hinweis zur Quellensteuer
Ausländische Arbeitnehmende ohne Niederlassungsbewilligung C zahlen ihre Einkommenssteuer in der Regel direkt über die Quellensteuer, die der Arbeitgeber vom Lohn abzieht und an die Steuerbehörde überweist. Die Höhe hängt vom Kanton, der Konfession, dem Zivilstand, der Anzahl Kinder und weiteren Faktoren ab und lässt sich deshalb nicht pauschal in einem allgemeinen Lohnrechner abbilden. Wer der Quellensteuer unterliegt, findet beim jeweiligen kantonalen Steueramt einen Quellensteuerrechner mit den amtlichen Tarifen. Der hier berechnete Nettolohn entspricht bei quellensteuerpflichtigen Personen somit noch nicht dem effektiv verfügbaren Betrag.
Häufig gestellte Fragen zum Lohnrechner
Wie genau ist dieser Lohnrechner?
Der Rechner bildet die ordentlichen Sozialversicherungsabzüge nach den aktuell gültigen Sätzen ab und liefert damit einen realistischen Richtwert. Abweichungen zur effektiven Lohnabrechnung entstehen vor allem durch pensionskassenspezifische BVG-Leistungen, individuelle NBU-Sätze sowie durch die nicht berücksichtigte Quellensteuer.
Warum unterscheidet sich mein Nettolohn von der Berechnung?
Die häufigsten Gründe sind eine abweichende BVG-Lösung der eigenen Pensionskasse, ein individueller NBU-Satz des Arbeitgebers, zusätzliche freiwillige Abzüge (z. B. Krankentaggeldversicherung) sowie die Quellensteuer bei entsprechender Steuerpflicht.
Was ist der Unterschied zwischen Bruttolohn und Nettolohn?
Der Bruttolohn ist der vertraglich vereinbarte Lohn vor Abzügen. Der Nettolohn ist der Betrag, der nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge (und gegebenenfalls der Quellensteuer) tatsächlich ausbezahlt wird.
Was bedeutet “koordinierter Lohn” beim BVG?
Der koordinierte Lohn ist der Teil des Jahreslohns, auf dem die BVG-Beiträge berechnet werden. Er entspricht dem Jahreslohn abzüglich des Koordinationsabzugs von aktuell CHF 26’460, wobei der versicherte Lohn nach oben begrenzt ist.
Ab welchem Lohn ist man BVG-pflichtig?
Die obligatorische berufliche Vorsorge greift ab einem Jahreslohn von aktuell CHF 22’680. Wer weniger verdient oder nur ein sehr kleines Pensum hat, zahlt in der Regel keine BVG-Beiträge über den obligatorischen Teil.
Wie wird ein 13. Monatslohn beim Nettolohn berücksichtigt?
Ein 13. Monatslohn erhöht den massgebenden Jahreslohn, was insbesondere die BVG-Berechnung beeinflusst. Die prozentualen Abzüge (AHV/IV/EO, ALV, NBU) fallen unabhängig davon auf jede einzelne Lohnzahlung gleich hoch aus.
Wie rechne ich meinen Lohn von 100% auf 80% um?
Der 100%-Lohn wird mit dem Pensum multipliziert: Bei CHF 6’000 auf 100% und einem Pensum von 80% ergibt sich ein Bruttolohn von CHF 4’800 auf 80%. Im Rechner lässt sich das direkt über den Pensum-Regler abbilden.
Ist die Nichtberufsunfallversicherung für alle Pflicht?
NBU ist für Arbeitnehmende Pflicht, die mindestens acht Wochenstunden bei einem Arbeitgeber angestellt sind. Bei einem kleineren Pensum sind Unfälle ausserhalb der Arbeit in der Regel über die Krankenversicherung abzudecken.
Warum steigt der BVG-Abzug mit dem Alter?
Die gesetzliche BVG-Staffelung sieht mit zunehmendem Alter höhere Sparbeiträge vor, da weniger Zeit bis zur Pensionierung bleibt, um Alterskapital anzusparen.
Was ist ein guter Nettolohn in der Schweiz?
Das hängt stark von Kanton, Branche, Erfahrung und Lebenshaltungskosten ab. Einen Überblick über typische Bruttowerte liefern die Übersichten zu Medianlohn Schweiz und Durchschnittslohn Schweiz.
Berücksichtigt der Rechner Kinderzulagen?
Nein. Familienzulagen werden kantonal unterschiedlich geregelt und in der Regel zusätzlich zum Nettolohn ausbezahlt – sie sind deshalb nicht in dieser Berechnung enthalten.
Kann ich mit diesem Rechner auch einen Stundenlohn berechnen?
Ja. Im Modus “Stundenlohn” lässt sich der Stundenlohn zusammen mit der Wochenarbeitszeit eingeben; der Rechner rechnet daraus automatisch einen Monatslohn hoch und wendet darauf dieselben Abzüge an.
Was passiert mit meinen Eingaben?
Nichts – die gesamte Berechnung läuft lokal im Browser ab. Es werden keine Werte an einen Server übermittelt oder gespeichert.
Gilt der Rechner auch für Grenzgängerinnen und Grenzgänger?
Die AHV/IV/EO-, ALV-, NBU- und BVG-Sätze gelten grundsätzlich auch für Grenzgängerinnen und Grenzgänger mit Schweizer Arbeitsvertrag. Bei der Besteuerung greift jedoch meist die Quellensteuer, die hier nicht berechnet wird – zudem können Sozialversicherungsabkommen mit dem Wohnsitzland Einfluss haben.
Warum weicht der NBU-Satz von Arbeitgeber zu Arbeitgeber ab?
Der NBU-Prämiensatz richtet sich nach dem Unfallrisiko der Branche und wird vom jeweiligen Unfallversicherer festgelegt. Bürotätigkeiten haben in der Regel tiefere Sätze als Berufe mit höherem Unfallrisiko.
Wie unterscheidet sich der Lohnrechner von einer offiziellen Lohnabrechnung?
Eine Lohnabrechnung des Arbeitgebers berücksichtigt die effektiven, individuell vereinbarten Ansätze (insbesondere BVG-Reglement und NBU-Satz) sowie allfällige weitere Positionen wie Spesen oder Quellensteuer. Der Lohnrechner liefert dagegen einen allgemeinen Richtwert auf Basis der gesetzlichen Minimalsätze.
Wer die eigene Position im Marktvergleich einordnen möchte, findet weiterführende Zahlen im Lohnvergleich Schweiz nach Beruf sowie in den Übersichten zu Mindestlohn Schweiz.
